Kicken – mit Herz & Verstand

Im Juni 2021 sorgte die Regenbogen-Debatte während der Fußball-EM für Aufsehen. Unterdessen laufen beim FC Riensberg 11 e. V. sowohl die 1. Herren, die 2. Herren als auch die Kinder-Mannschaften bereits im kunterbunten Statement-Trikot auf. Mit anderen Worten: „Wir tragen unsere Werte in und auf der Brust“, sagt Vereinspräsident Ingo Brüning (40).

Gegründet im Jahr 2011 von sieben fußballbegeisterten Freunden, landet der FC Riensberg 11 e. V. seither nicht nur auf dem Platz einen Volltreffer nach dem anderen. Die „Pandas“ mit Trikots im Regenbogen-Design bekennen buchstäblich Farbe und punkten so bei Mitgliedern und Fans mit Leidenschaft, Herz und Verstand.

Zu Besuch bei Ingo Brüning, Gründungsmitglied und ehrenamtlicher Präsident des kleinen Klubs, sprechen wir übers Zähnezeigen auf dem Platz, soziales Engagement und die Wichtigkeit eines echten Wir-Gefühls.

Unterschätze niemals einen Panda!
An vier Tagen in der Woche trainieren die insgesamt derzeit fünf Mannschaften des Fußballklubs FC Riensberg 11 e. V. auf den Fußballplätzen der Universität Bremen. Unter den rund 110 aktiven Mitgliedern ist eine Nachwuchsabteilung für Kinder ab fünf Jahren, eine A-Jugend, zwei Herren Mannschaften sowie eine Spielgemeinschaft der Ü32 zu finden.

Symboltier des Schwachhauser Fußballklubs ist der Panda. „Und dafür gibt es gleich drei gute Gründe“, lacht der 1. Vorsitzende. „Zum einen ist der Panda – entsprechend unserer ursprünglichen Vereinsfarben – schwarz-weiß. Zum anderen passt er zu unserer Kooperation mit dem WWF, dessen Logo ebenfalls ein Panda ziert. Und – zu unserem Image. Denn der Panda mag niedlich aussehen, zeigt aber durchaus Zähne, wenn es darauf ankommt. Genau wie bei unseren Teams auf dem Platz. Kurzum: Unterschätze niemals einen Panda!“

Nichts hilft so sehr bei der Integration, wie Teil eines Teams zu sein. Darum trainieren Flüchtlinge bei uns umsonst!

Ingo Brüning, Präsident

Engagement aus Überzeugung
Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist, was schon ein kleiner Verein leisten und erreichen kann. Denn beim Panda geht es um so viel mehr als Fußball. Ingo Brüning: „Wichtig sind uns Offenheit, Toleranz und Respekt sowie das Miteinander, das gemeinsame Engagement – ob auf dem Platz oder daneben. Jeden Monat widmen wir uns darum einem anderen Projekt oder Verein, für den wir Sach- oder Geldspenden sammeln, darunter das Tierheim Arche Noah, der Rhododendronpark, ein Horner Hospiz oder auch Flüchtlinge in Bremen. Hinzu kommen Blutspende-Aktionen, das gemeinsame Müllsammeln oder Spendenläufe. Welchem Projekt wir uns als Nächstes widmen, das wird während der monatlichen Vorstandssitzungen beschlossen.“

Das Highlight zum Jahresbeginn ist das alljährliche Benefizturnier in der Halle der Universität, das 2021 leider coronabedingt ausfallen musste. Ingo Brüning: „Wir alle hoffen sehr auf eine Wiederauflage in 2022, denn das Turnier macht nicht nur richtig viel Spaß, sondern wir sammeln ganz nebenbei auch noch jede Menge Geld für den guten Zweck.“

Menschen mit Teamgeist gesucht
Aufrufe zum Mitmachen veröffentlichen die Pandas regelmäßig über die sozialen Medien sowie auf der Website des Vereins. Von hier aus sei auch eine Anmeldung für Neumitglieder problemlos möglich.

Ingo Brüning: „Wie jede große, weltoffene Familie rücken wir lieber ein bisschen zusammen, statt jemanden auszuschließen. Außerdem freuen wir uns über weitere Unterstützer, Sponsoren sowie fußballbegeisterte Menschen mit Lust auf ein freiwilliges Engagement, denn ohne die gäbe es uns nicht. Kurzum, wir sind offen für alle, denen der Fußball, Menschlichkeit, Gemeinschaft und ein faires Miteinander in der Gesellschaft genauso viel bedeuten wie uns. Denn dafür steht der Panda aus Bremen.“

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