Lehe quicklebendig

Viel ist schon geschrieben worden über Lehe, Bremerhavens größten und bevölkerungsreichsten Stadtteil. Oft nicht eben schmeichelhaft. Nein, schicki-micki ist Lehe nicht. Und wo so viele Nationen und Kulturen zu Hause sind, kann das Zusammenleben schon mal eine Herausforderung sein. Die Menschen hier bestehen diese Herausforderung auf wunderbare Weise. Wer mit offenen Augen durch Lehe geht, entdeckt überall Orte und Projekte des eindrucksvollen Miteinanders. Vielleicht wird gerade dadurch besonders deutlich: Lehe hat Charakter. Und der ist quicklebendig!

SCHILLERNDES GOETHEQUARTIER
Im Quartier rund um die Goethestraße schlägt das klassische Herz des Stadtteils. Hatte der Zahn der Zeit bereits kräftig an den Altbauten genagt, werden aktuell viele der stattlichen Gründerzeithäuser saniert und modernisiert. Mit jeder originalgetreu restaurierten Fassade gewinnt das Bild der historischen Altstadt Bremerhavens wieder an schillernder Kontur.

Lehe ist in Bewegung. Es passiert gerade ganz viel Spannendes.

Robert Worden, Mitarbeiter im Team der Quartiersmeisterei Lehe

MEIN LIEBER ZOLLI
Auf dem Zollinlandplatz, von den Fans liebevoll Zolli genannt, kickte früher der legendäre TuS Bremerhaven 93. Lag die Fläche nach dem Stadionabriss zunächst brach, hat die Bürgerinitiative „Zolli für alle Generationen“ auf dem Gelände einen urbanen Gemeinschaftsgarten aus Obst-, Kräuter- und Wildblumenwiesen, einem Feuchtbiotop und vielen Spielbereichen entwickelt: ein Paradies für kleine und große Stadtgärtnerinnen und -gärtner.
www.zolli-bremerhaven.de

KULTUR IM CAPITOL
Ob Kabarett und Comedy, Lesungen oder politisches Theater: Die Abende im Capitol unter dem Logo „Arbeitnehmerkammer kulturell“ sind inzwischen schon seit 30 Jahren ein Ort der Begegnung und Kommunikation, ein Wiedersehen mit alten und neuen Freunden, Nachbarn und Bekannten. Gelebtes Miteinander!
www.arbeitnehmerkammer.de

LACHEN BEFREIT
Das Spiel des Clowns verfolgen, sich schminken und verkleiden oder die Welt unter Schwarzlicht mit anderen Augen sehen: Für Kinder und Erwachsene aller Couleur ist die Manege 13 in der Körnerstraße 13 ein Ort zum Lachen und Träumen. Humor ist hier nicht nur eine Brücke der Verständigung, sondern auch das beste Mittel, um Grenzen zu überwinden. Einfach inklusiv!
www.quartiersmeisterei-lehe.de

WUNDERWERFT FÜR DEN KIEZ
Schiffe werden in der wunderwerft nicht gebaut. Dafür lässt man jede Menge Kreatives vom Stapel. Die Quartiersmeisterei Lehe und 14 Kooperationspartner arbeiten in der wunderwerft zusammen, um die Hafenstraße – den Kiez der Seehafenstadt – mit neuen Ideen zu beleben. Existenzgründungen und Pop-up-Stores gegen den Leerstand: Das Rezept der vernetzten Community wirkt schon jetzt so manches Wunder.
www.wunderwerft-bremerhaven.de

PORTUGIESISCH PARADIESISCH
In Bremerhaven leben prozentual mehr Menschen mit portugiesischen Wurzeln als in jeder anderen deutschen Stadt. Ihr kultureller Einfluss ist vor allem kulinarisch zu spüren und eine köstliche Bereicherung der in Lehe ohnehin international geprägten Gastronomie. Wer in den authentischen Genuss der iberischen Küche kommen möchte, besucht z. B. das Restaurant Bela Ria in der Rickmersstraße. Auch die Hafenstraße bietet eine Fülle an portugiesischen Spezialitäten. Wie wär’s mit einem gefüllten Kokostörtchen in der Bäckerei Café Cardoso? Schmeckt paradiesisch!

Tipps im Frühling:
Dornröschen hellwach
Mit den ersten warmen Tagen erblüht der Gemeinschaftsgarten „Dornröschen“ Potsdamer Straße/Ecke Frenssenstraße zu neuem Leben. Dieser Garten ist ein generations- und religionsübergreifendes Projekt von Ursula Jobus-Dahm, Marianne Siewert, der Schule am Ernst-Reuter-Platz, der Ev.-luth. Kindertagesstätte Michaelis, der Türkisch Islamischen Gemeinde e. V. und der Quartiersmeisterei Lehe. Einfach mal vorbeischauen und gucken, was hier an gemeinsamen Ideen wächst und gedeiht!
Gemeinschaftsgarten Dornröschen
Potsdamer Straße/Ecke Frenssenstraße

Immer wieder montags
Seit November 2017 veranstaltet die Quartiersmeisterei Lehe gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Nachbarn“ ein Montags-Café in den Räumlichkeiten von „Rückenwind“. Gegen eine kleine Spende gibt es Kaffee, Tee, Selters und Kuchen. Man trifft sich zum Klönen und Kennenlernen. Hereinspaziert: Alle sind herzlich willkommen!
Montags-Café „Hallo Nachbarn“
Goethestraße 35
Jeden Montag 14:00–17:00 Uhr