Miteinander. Füreinander: Wohnen im Quartier

Ein kleiner Park mit belebtem Spielplatz trennt den modernen Rotklinker-Bau am Niedersachsendamm von der Haltestelle „Huckelriede“. Üppig belaubte Bäume spenden im Sommer Schatten und laden die Anwohner zum Verweilen ein. In den letzten Jahren entstanden hier, auf dem Cambrai-Areal, zahlreiche Mehrfamilien- und Reihenhäuser sowie das „Quartierszentrum Huckelriede“, das im Oktober 2016 Eröffnung feierte.

Neben 47 Wohneinheiten gehört der Martinsclub mit einer inklusiven Gastronomie sowie verschiedenen Wohnkonzepten, zum flächenmäßig größten Mieter im GEWOBA-Bau. Dicht gefolgt von der Kita des SOS-Kinder- & Familienzentrums. Darüber hinaus finden sich hier verschiedene Anlaufstellen der Frühberatungsstelle Süd, des Amtes für Soziale Dienste, Caritas und DRK.

MARIE WESER – Echtes Essen, wie bei Mutti!
Besucher, die das Gebäude durch den Haupteingang betreten, stehen sogleich mittendrin – im Herzen des Quartiers und in der zum Haus gehörigen Gastronomie MARIE WESER, leidenschaftlich geführt von Alexandra Dimou. Das Essen schmeckt – entsprechend dem Motto des Restaurants – „so herzerwärmend wie bei Oma, so liebevoll wie von Mutti.“ Auf der Karte der zweiten inklusiven Stadtteilküche des Martinsclub stehen gesunde Snacks für die Mittagspause, Regionales sowie hausgebackene Kuchen.

Auf gute Nachbarschaft: Wohnen im Quartier
Zu den Gästen des MARIE WESER gehören hin und wieder auch Gerti und Dieter Berke, die hier, nach über 30 Jahren im eigenen Reihenhaus, das barrierefreie Wohnen im ersten OG – mit Fahrstuhl und großer Terrasse – genießen. Gerti Berke: „Wir haben schnell Freundschaften geschlossen und freuen uns täglich über das bunte Leben im Haus. Ob jung oder alt, gebürtiger oder zugezogener Bremer – hier leben wir miteinander und füreinander.“

Das bestätigt auch GEWOBA-Hauswart Ronald Wendelken, der das Haus seit der Fertigstellung betreut: „Wir freuen uns, dass die Bewohner sich hier wohlfühlen. Eine Fluktuation gibt es kaum. Und das, obwohl die Anfragen nach freien Wohnungen im Quartier sich häufen.“ Zu den Gründen gehört ein Plus, das sich längst herumgesprochen hat: Die modernen Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen verfügen allesamt über eine Einbauküche, Belüftungsanlagen, eine Pellets-Fußbodenheizung sowie bodentiefe Fenster.

Wir haben schnell Freundschaften geschlossen und freuen uns täglich über das bunte Leben im Haus.

Gerti und Dieter Berke

Inklusives Wohnkonzept des Martinsclub Bremen e. V.
Unter den Nachbarn der Berkes finden sich auch 17 Kunden des Martinsclub, der im Huckelrieder Quartierszentrum ein in Bremen bislang einzigartiges, inklusives Wohnkonzept für Menschen mit Behinderungen betreibt. Zu den drei angebotenen Wohnformen gehört eine betreute vierköpfige WG, das „Wohntraining“ für drei Bewohner sowie zehn Mieter im individuellen, selbständigen Wohnen. „Wir setzen hier ein Zeichen für etwas, das längst die Regel sein sollte. Nämlich, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zusammenleben, sich helfen und voneinander lernen,“ sagt Madlien Janko, Martinsclub-Regionalleitung im Stadtteil Huckelriede. „Die Möglichkeiten, die wir im Quartier durch die verschiedenen ansässigen Institutionen, Generationen und Kulturen haben, sind einfach großartig.“

Spiel & Spaß für Klein & Groß
Häufige Anknüpfungspunkte finden sich zwischen MARIE WESER und Martinsclub-Bewohnern sowie zu den Kindern der öffentlichen Kita des SOS-Kinder- & Familienzentrum. Dorthin führt eine Glastür – links vom Tresen des Restaurants. In den farbenfroh gestalteten Räumlichkeiten werden 60 Kinder im Alter von eins bis sechs Jahren in vier Gruppen betreut. Mechthild Schröter, Bereichsleitung des SOS-Kinderdorfs Bremen: „Zusammen mit dem hier ansässigen Angebot des Amtes für soziale Dienste ‚Ankommen im Quartier‘ veranstalten wir das ‚Bilderbuchkino‘ für Kinder ab drei Jahren. Darüber hinaus realisieren wir ein gemeinsames, offenes Bewegungsangebot – in Kooperation mit der Frühberatungsstelle.“ Besucher sind im Stadtteilzentrum herzlich willkommen. Zu den kostenfreien, frei zugänglichen Angeboten für Anwohner und Interessierte gehören neben einem Tischkicker das gut bestückte „Büchertausch-Regal“.

Angebote für Neuankömmlinge – von Null bis 99
Konkrete Hilfe und Unterstützung für Schwangere und junge Familien bietet unterdessen die „Frühberatungsstelle Süd“ mit einer Hebammensprechstunde, dem Babytreff, festen und offenen Eltern-Kind-Gruppen sowie Beratungen nach Terminabsprache.

Zu dem Angebot des Amtes für Soziale Dienste, der Beratungsstelle „Ankommen im Quartier“ (AiQ) – für zugewanderte Mitbürger – kommt das „Sprachcafé – Marie schnackt“, gefördert aus Mitteln von Kommune, Stadt und GEWOBA. Nicht selten kommen hier bis zu 70 Menschen verschiedener Kulturen zusammen. Melanie Wille-Bartsch, Ansprechpartnerin im Büro des AiQ: „Die Teilnehmer bringen landestypisches Essen für ein internationales Buffet mit. Und dann wird gegessen, geschnackt oder auch Spiele gespielt.“

Das Quartierszentrum ist ein gelungenes Beispiel, um auf urbane und gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren. Es entspricht den Wünschen unserer Mieter nach zentralen, bezahlbaren Wohnangeboten gepaart mit Infrastruktureinrichtungen sowie Treffpunkten für den sozialen Austausch. Und eben dafür ist dieses Haus auch mit dem Bremer Wohnbaupreis 2018 ausgezeichnet worden.

Manfred Corbach, GEWOBA

Kommen Sie vorbei!
Das Quartierszentrum Huckelriede freut sich auf Ihren Besuch:

• Essen im MARIE WESER
Mo.–Fr., 07:30–17:30 Uhr

• MARIE SINGT „Kult-Karaoke“
an jedem 1. Dienstag im Monat, 17:00–20:00 Uhr, Eintritt: 3,00 Euro

• „Babytreff“ der Frühberatungsstelle Süd
dienstags, 09:30–11:00 Uhr

• Sprachcafé MARIE SCHNACKT
mittwochs, 10:00–11:30 Uhr

• Offene Hebammensprechstunde
mittwochs, 10:00–12:00 Uhr