Neue Wohlfühl-Fassaden in Pastell

Eine farbenfrohe Modernisierung für die Wohnanlage in Bürgerpark-Süd.
Wer in Geestemünde von der Autobahn abfährt, könnte beim jetzigen Anblick der GEWOBA-Häuser am Schiffdorferdamm denken: Oh, ist hier eine neue Wohnanlage entstanden? Die Eiscreme-Farben erinnern an Fassaden in Miami. Die energetisch sanierten Häuser zwischen Theodor-Mundt-Weg und Ludwig-Börne-Straße strahlen in frischem gelb und hellblau. Die vorgehängten grauen Waschbeton-Platten aus den 1970er-Jahren waren optisch und vor allem energetisch nicht mehr zeitgemäß.

Nach einer kompletten Wärmedämmung vom Dach bis zum Sockel und dem Einbau von Fenstern mit Dreifach-Verglasung sind die Wohnanlagen für die Zukunft nachhaltig ausgestattet. „Schon sechs Gebäude sind rundum fertig und ein weiteres in Arbeit“, berichtet GEWOBA-Bauleiter Sven Killet, der die Modernisierung seit 2014 betreut. Im Quartier investiert die GEWOBA rund 15 Millionen Euro in die energetische Modernisierung.

Behagliche Wohnqualität
Mehr als 350 Wohnungen profitieren bereits von der Sanierung. Durch die Dämmung werden die Außenwände wie durch eine zusätzliche Schale geschützt. „Wir haben es gleich gemerkt, schon beim Eintritt ins Treppenhaus ist es gerade in diesem nassen Winter sehr angenehm spürbar“, erzählt ein Mieter-Ehepaar und freut sich darüber, für behagliche Wohnqualität sparsamer heizen zu können. Denn der Energieverbrauch sinkt nachweislich um 15 bis zu 20 Prozent. Und auch im Sommer schenken die neuen Fassaden angenehme Raumtemperaturen, da Wärmestrahlung und Hitze ferngehalten werden.

Nach den unvermeidlichen Einschränkungen während der Modernisierung, bei der einige Monate die Balkone gar nicht zu nutzen waren, ist ein lohnendes Ergebnis zu sehen. Eine energetische Gebäudemodernisierung erfordert aufwendige Baumaßnahmen. „Nach dem Einbau der neuen Fenster kommt der Betonschneider, um die alten Balkonbrüstungen zu entfernen. Alle Arbeitsabläufe müssen wir aufeinander abstimmen“, erklärt Sven Killet. Anschließend werden die mehrgeschossigen Gebäude sorgfältig eingerüstet, damit die beauftragten Handwerksbetriebe fortlaufend unabhängig vom Wetter sicher arbeiten können. Auf die Wände wird ein hochwertiges Wärmeverbundsystem aufgebracht und dann verputzt. Parallel wird zudem ganz oben auf den Dachflächen fachgerecht gedämmt und abgedichtet. Durch das Anbringen geeigneter Einlaufblenden werden übrigens auch die Schlupflöcher für die Fledermäuse nicht vergessen (wir berichteten im Herbst 2017).

Zudem sind Eingangsbereiche erneuert worden, die modernen Briefkastenanlagen befinden sich jetzt im Außenbereich. Bald sollen auch die Grünanlagen zwischen den Häusern wieder frühlingsfrisch hergerichtet sein. Und die Balkone erscheinen dank schlanker neuer Einfassung sogar etwas größer als zuvor.

Schon sechs Gebäude sind rundum fertig und ein weiteres in Arbeit.

Sven Killet, GEWOBA-Bauleiter

Wirksamer Klimaschutz

Dank kontinuierlicher Maßnahmen hat die GEWOBA bis heute nahezu 80 Prozent ihres gesamten Gebäudebestandes energetisch modernisiert und zum Schutz vor Winterkälte und Sommerhitze eingepackt. Das bedeutet für die Mieterhaushalte eine Ersparnis bei den Nebenkosten durch weniger Heizenergieverbrauch. Gleichzeitig sorgt das für weniger Schadstoffemissionen und vermindert dadurch die Umweltbelastung.