Wohnen in 60 Jahren – Architekturwettbewerb entschieden

Wie denken Architekturstudenten als „Senioren von übermorgen“ über das Thema gemeinschaftliches Wohnen im Alter? Wie wollen sie im Jahr 2077 leben?

Dieses Thema stand im Mittelpunkt des diesjährigen Alvar Aalto Preises, den die GEWOBA zusammen mit der School of Architecture ausgelobt hat. Studentin Xenia Wahl aus Wismar erhielt den mit 1.900 Euro dotierten Preis.

Unter dem Titel „ICH 2077“ sollten die angehenden Architekten die Frage „Wie würde ich mit über 80 gerne wohnen“ beantworten und Entwürfe zum gemeinschaftlichen Wohnen – insbesondere unter der Berücksichtigung der Bedürfnisse im Seniorenalter – einreichen.

„Der Alvar Aalto Preis ist mittlerweile überregional ein wichtiger Wettbewerb für Architekturstudenten mit realen Voraussetzungen, Ideen für zukunftsweisenden Wohnraum zu entwickeln“, berichtet GEWOBA-Architektin Corinna Bühring bei der Preisverleihung am 1. November. Insbesondere das Konzept von Xenia Wahl überzeugte die Jury. Die Preisträgerin habe mit ihrem Wettbewerbsbeitrag eine Art „Wohnschlange“ entwickelt, die den vorhandenen Gebäudezeilen ein Wohngebäude neuen Formats entgegensetzt, das spannende Raumqualitäten erzeugt.

Seit 2003 vergibt die GEWOBA im Abstand von zwei Jahren den Alvar Aalto Preis. Der Wettbewerb ehrt den finnischen Designer und Architekten Alvar Aalto (1898 – 1976), der für seine besonderen Konzeptionen im Bereich des organischen Bauens bekannt ist.