Zuhause im Waldviertel

Familie Gerber hat sich ein Traumhaus in Bremerhaven gebaut.
Im Waldviertel im Stadtteil Leherheide verkauft die GEWOBA bauträgerfreie Grundstücke. Das Wohngebiet ist vor allem bei jungen Familien begehrt.

Von der Wand strahlt Kultkatze „Hello Kitty“ überlebensgroß ins Zimmer von Emily Gerber. „Unsere Kleinste liebt Katzen“, schmunzelt Mutter Helena Gerber, „und wenn man den Platz dafür hat, kann man seinen Kindern doch Wünsche erfüllen.“ Platz gibt es nun genügend in dem Neubau im Bremerhavener Waldviertel, den Helena und Alexander Gerber mit ihren Kindern Leana (7), Leon (5) und der kleinen Emily im Oktober 2016 bezogen haben. „200 Quadratmeter Wohnfläche“, sagt der 35-Jährige mit unverkennbarem Stolz.

Hier im Stadtteil Leherheide, wo jetzt schmucke Eigenheime stehen, verdeckten noch vor zehn Jahren Hochhäuser den Waldrand. Im Rahmen des Bremerhavener Stadtumbauprogramms hat die GEWOBA die Gebäude, in denen großer Leerstand herrschte, abgerissen und so Bauland geschaffen. Das heutige Waldviertel ist Bremerhavens jüngstes, vielleicht schönstes Neubaugebiet. Die GEWOBA gestaltet die Entwicklung im Norden der Seestadt in enger Kooperation mit Politik und Verwaltung. Gerade hat die Vergabe der 57 Grundstücke des zweiten Bauabschnittes begonnen. Alexander Gerber ist hier aufgewachsen und bewertet die Entwicklung als absolut positiv. Das Gebiet ist gefragt: „Kindergarten, Grundschule, später dann die Oberstufe – das ist alles zu Fuß genauso gut zu erreichen wie das Einkaufszentrum“, zählt Helena Gerber die Vorteile auf. „Und alles ist schön ruhig im Grünen gelegen. Wir wussten sofort, hier wollen wir bauen.“

Ich bin selbst im Stadtteil aufgewachsen und lebe gern in Leherheide. Wir wussten sofort, ja, hier wollen wir unser Traumhaus bauen.

Alexander Gerber

Eigenkreation erwünscht
Innerhalb von nur sechs Monaten haben sich die Gerbers nun einen Traum verwirklicht – einen Traum, den sie selbst gestaltet haben. „Nein, das ist kein Haus von der Stange“, sagt Alexander Gerber und schüttelt nachdrücklich den Kopf. Zugegeben, schon in der Küche haben sie genau gewusst, was sie wollten. Großzügig, hell, modern und elegant, die u-förmig angeordneten Schränke und Arbeitsflächen sind den praktischen Bedürfnissen einer großen Familie entsprechend ausgerichtet. Und dazu ein Esstisch, der sechs Personen bequem Platz bietet: „Die Küche ist doch so etwas wie ein Lebens-Mittelpunkt“, meint Alexander Gerber, „und wenn man für eine fünfköpfige Familie kocht, braucht man eben Platz“, ergänzt seine Frau.

Arbeitsplatz an Bord
Im Haus der gastfreundlichen Familie fallen sofort handwerkliche Details ins Auge, die auf einen professionellen Hintergrund deuten. Auch im Gespräch lässt Alexander Gerber keinen Zweifel daran, dass ihm sein Job großen Spaß macht. Der 35-Jährige ist Glaser. Natürlich arbeitet er für seine Firma in erster Linie an Land auf den üblichen Baustellen im Wohnungsbau, in neuen Büros und Firmengebäuden. Aber er ist auch auf Kreuzfahrtschiffen aktiv. Die „Genting Dream“, die „Anthem of the Seas“ und die „Quantum of the Seas“ – allesamt beeindruckende Schiffsneubauten der Papenburger Meyer Werft – waren seine jüngsten Arbeitsgebiete. „Das ist schon supertoll, auf diesen Luxusschiffen zu arbeiten“, meint Gerber. Allerdings erfordert es ein hohes Maß an Flexibilität: Im Zweifelsfall müssen die Spezialisten, die an der Endausrüstung an Bord arbeiten, dem Schiff folgen. Diese Woche in Papenburg, dann Wechseln ins niederländische Eemshaven, eine überraschende Unterbrechung für die Zeit einer zusätzlichen Werftprobefahrt, dann wieder nach Papenburg: „Wenn es sein muss, schlafen wir auch an Bord.“

Die Eleganz der Luxusliner hat sich auf das neue Zuhause der Gerbers übertragen. Helle Keramikfußböden mit glänzender Oberfläche geben dem Erdgeschoss eine grundlegende Freundlichkeit. Korrespondierend dazu die ebenfalls hellen, aber optisch strukturierten Tapeten. Der große Esstisch aus Massivholz im Wohnzimmer und die dazugehörigen lederbezogenen Stühle setzen einen wohl- überlegten Akzent in dem Arrangement: „Unser gegenseitiges Weihnachtsgeschenk“, sagt Alexander Gerber. Seine Frau hat das Interieur zusammengestellt, sich zahllose Anregungen aus Zeitschriften, Geschäften oder in den Wohnungen von Freunden und Verwandten geholt. Auch wurden Räume clever und platzsparend ausgestattet, der Hauswirtschaftsraum beispielsweise, der mit einer Reihe einfacher Ikea-Regale gleichzeitig ein guter Vorratsraum ist. Oder das Ankleidezimmer, das die großen Kleiderschränke aufgenommen und Freiraum im Schlafzimmer geschaffen hat: Die Wand, die normalerweise von Schränken verstellt gewesen wäre, zeigt jetzt in voller Größe einen Strand und blaues Wasser: „Wer kann schon beim Aufwachen aufs Meer schauen“, strahlt Alexander Gerber mit Blick auf die Fototapete.

Spielparadies unterm Dach
Die Kinderzimmer sind die Krönung. Jedes Zimmer ist den Wünschen und Vorlieben des Kindes angepasst. „Als Kind hätte ich so etwas auch gerne gehabt“, lacht Helena. Leon ist von Flugzeugen begeistert – eine große Comic-Zeichnung eines Fliegers ziert die Wand. Leanas Zimmer ist durch einen Hauch von Altrosa in Stoffen, Gardinen und Accessoires geprägt: „Sie tanzt so gerne und liebt das Ballett“, erläutert ihre Mutter.

„Wenn man baut, dann muss man es richtig machen“, meint Alexander Gerber. Richtig bedeutet dabei aber nicht immer perfekt: „Ich finde immer wieder etwas, das ich heute anders machen würde“, überlegt er und ergänzt lachend: „Beim nächsten Mal dann.“ Ob er aber noch einmal bauen wird, scheint eher fraglich: „Wir fühlen uns hier so wohl, ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das mal ändert“, sagt seine Frau.