Zwischen Schnecken, Kaninchen und Zucchini

In der Frühlingsausgabe haben wir für die zahlreichen Urban Gardening Projekte geworben, die es in Bremen und Bremerhaven zunehmend gibt. Öffentliche Gärten, in denen über eine Vereins-Mitgliedschaft oder Projektbeteiligung eigene Beete angelegt und genutzt werden können. Lernen, Ernten und Freundschaften-Schließen ist dabei umsonst. Das gilt auch für das Glücklichsein beim Gärtnern.

Amina Zaghdane hat es ausprobiert. Sie ist dem Aufruf im GEWOBA Magazin gefolgt und hat im QuerBeet-Gartenprojekt des TNU, Treffpunkt Natur & Umwelt e. V., gleich zwei Hochbeete gebaut, beackert und beerntet. Unterstützt haben sie Roland Wozniewski (Foto) und Meike Wessel vom QuerBeet-Team.

Bei unserem Besuch treffen wir die Studentin der angewandten Mathematik beim Schneiden von Mangold. „Immer nur die äußeren Blätter ernten, dann treibt er wieder aus und kann bis in den Herbst weiterwachsen“, erklärt sie und berichtet, dass sie die Natur schon früh fasziniert hat. „Als Kinder sind wir hier an den Fleeten herumgetobt und haben Beeren genascht. Essbare Sträucher sollte es viel mehr geben in der Stadt.“

Kinder schwirren auf dem Gelände umher und grüßen die inzwischen schon versierte Neu-Gärtnerin, die ihr Wissen gerne mit den Jüngsten im Quartier teilt. „Wir kochen und essen regelmäßig mit den Kindern, das macht ihnen viel Spaß und sie lernen etwas über unser Ökosystem, beispielsweise warum wir Insekten brauchen.“ Kinderprojekte sind ein wichtiger Teil der Arbeit von TNU und Amina engagiert sich hier gerne.

Wir kochen und essen regelmäßig mit den Kindern, das macht ihnen viel Spaß und sie lernen etwas über unser Ökosystem, beispielsweise warum wir Insekten brauchen.

Amina Zaghdane

Sie bewertet 2021 als recht gutes Gartenjahr. „Allerdings auch für die Kaninchen“, lacht sie. „Wir müssen unsere Beete regelrecht abschotten, sonst wars das dann mit dem Kohlrabi. Auch Schnecken fühlen sich hier ausgesprochen wohl.“ Auf die Frage, ob Gärtnern und Mathematik Parallelen haben, überlegt sie kurz. „Bei der Beetplanung kann Mathematik sehr hilfreich sein, zum Beispiel wenn die Fläche bestmöglich genutzt werden soll, während die jeweiligen Bedürfnisse der Pflanzen berücksichtigt werden. Solche Überlegungen finde ich sehr spannend, aber in erster Linie ist das hier Freude an ausgewogener Ernährung, Entspannung und Draußensein.

Hier gehts ins QuerBeet: youtube und Website des TNU