Mit Rock ’n‘ Roll durchs Leben

Die Bremer Band Atlantis feiert die Hits der Shadows

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Ein Gitarren-Verstärker brummt, Kabel werden in die Instrumente eingestöpselt. Drummer Ulrich Pelz aus der Vahr gibt den Takt an: Tschk, tschk, tschk klingen seine Drumsticks und auf „drei“ setzen die fünf Bremer Musiker ein. Im Proberaum der Band Atlantis, die 2012 gegründet wurde, treffen sie sich jede Woche. Heute ist das GEWOBA Magazin dabei.

v.l.n.r: Ulrich Pelz (Schlagzeug), Uwe Lüeße (Rhytmusgitarre), Jörg Buchhorn (Gesang), John Clarke (Bass), Ulrich Kaminski (Melodiegitarre)
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„Rund 90 Stücke haben wir ständig im Repertoire“, erzählt Sänger Jörg Buchhorn aus Marßel, der 2016 die Rolle des Frontmannes übernommen hat. Mit ihrem Programm aus Beat- und Rocknummern der 50er- bis 80er-Jahre treten sie auch regelmäßig in Bremen und umzu auf.

„Sounds like the Shadows“
Das ist der prägende Zusatz zum Bandnamen Atlantis. Bezeichnend für den Sound der britischen Gruppe „The Shadows“. Damit sind sie groß geworden: „Musik aus der Zeit, als der Rock ’n‘ Roll noch überwiegend durch die Hintertür reinkam, obwohl er Anzug und Krawatte trug“, erklärt Gitarrist und Bandgründer Ulli Kaminski aus der Vahr augenzwinkernd. Dazu kommen Interpretationen von Stücken der Helden ihrer Jugend wie Chuck Berry, The Kinks oder The Searchers.

Mit „Lucky Lips“ das Publikum verführen
Das eben gespielte „Lucky Lips“ ist wie viele andere Songs durch Cliff Richard und die Shadows zu einem Welthit geworden. Die deutsche Version „Rote Lippen soll man küssen“ kann wohl beinahe jeder, der Oldies kennt, mitsingen. Die Nummer sitzt, kurz wird sich ausgetauscht, welches Stück als nächstes drankommt. Erst „Apache“, dann „Move It“, die ersten Riesen-Knaller der Shadows: Mein Fuß fängt sofort an, im Takt mitzuwippen. „Genau! Wir machen tanzbare Musik, die einfach gute Laune macht. Und das ganz echt und bodenständig, wir sind eine klassische Gitarrenband“, erläutert Rhythmus-Gitarrist Uwe Lüeße, der in Verden wohnt, die Bestimmung und einmütige Leidenschaft der Bandmitglieder von Atlantis.

Vom Sommerfest bis zur Musikkneipe – Atlantis liebt die Bühne
„Durch Corona sind Auftritte natürlich erst mal ausgeblieben, doch so langsam finden wieder Festlichkeiten und Anlässe statt, bei denen gute, handgemachte Live-Musik gefragt ist“, berichtet die Band. Shows mit glücklichem Publikum, die es von den Stühlen reißt, die Lust zum Tanzen bekommen, sind dabei das Sahnehäubchen für die Musiker. Doch auch die regelmäßigen Proben haben einen hohen Wert im Alltag der Bandmitglieder. „Ohne Musik könnte ich nicht, meine erste Gitarre habe ich mit 12 Jahren besessen“, erzählt Ulli Kaminski, der Gründer von Atlantis. Auch die Anderen haben früh angefangen: Ulrich Pelz hat bereits mit 15 erste Erfahrungen am Schlagzeug gesammelt und getrommelt. Bassist John Clarke, der jüngste Bandzugang, kommt eigentlich aus England, wohnt heute aber gerne in Walle – er hat – wie auch seine Bandmitglieder – schon in der Jugend in die Saiten gegriffen und in anderen Gruppen gespielt. Einige haben noch weitere Projekte, bei denen sie mitwirken. Bremen ist eben eine echte Musikerstadt, das ist sogar im Märchen dokumentiert.